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Kolpingsfamilie im Landschaftspark Duisburg

 

 

Wer sich unter einem Landschaftspark eine schön gestaltete Gartenanlage voller Blumen vorstellt, erlebt im Landschaftspark Duisburg eine Überraschung. Hier gibt es keine Rosenbeete, keine kunstvoll gestutzten Hecken, keine Brunnen. Stattdessen gibt es viel rostiges Eisen, riesige stillgelegte Kühltürme, einen begehbaren mächtigen Hochofen, Werkshallen, in denen heute Konzerte und andere Kulturveranstaltungen stattfinden und viel, viel Natur, die sich die stillgelegten Anlagen zurückerobert. Eine beeindruckende Schönheit liegt darin und der Name Park ist ganz sicher verdient. Nachts bietet der Park eine besondere Attraktion. Tausende von farbigen Leuchten tauchen alles in ein manchmal verzaubertes, manchmal gespenstisches Licht.

 

Das konnten 9 Mitglieder der Kolpingfamilie St. Meinolf feststellen. Sie erkundeten das Gelände auf besondere Art. Ausgestattet mit Fackeln ging es im Dunkeln los, über dunkle Wege, an verfallenen Mauern entlang, bis auf den Hochofen, mit weitem Blick auf die Lichter des Ruhrgebiets. Nachdem zunächst pünktlich mit Beginn der Führung kräftiger Regen eingesetzt hatte, wurde es bald wieder trocken und man genoss die Besichtigung doppelt. Lichterspiele in den vielen Pfützen eingeschlossen.

 

Während einige noch abends Richtung Bielefeld fuhren, erkundeten die anderen den Park am nächsten Tag weiter. Diesmal gab es die aktuell größte Sandburg der Welt zu bestaunen. Wo früher Koks gelagert wurde ist heute ein Kletterpark eingerichtet, in einem ehemaligen Gasometer kann getaucht werden und immer wieder bieten sich überraschend schöne Blicke im Zusammenspiel von Industriebrache und Natur. Mit geliehenen Rädern ging es dann noch durch einen Grüngürtel bis nach Oberhausen und zurück und auch hier konnte man staunen, wie grün das Ruhrgebiet zwischen all den Autobahnen ist.

 

Text und Fotos: Chr. Kleine

Vier weitere Bilder sehen Sie in der Bildergalerie in dem Album:KF-Ausflug 09.2017