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Als der Kilimanjaro noch deutsch war

Deutsches „Schutzgebiete“ Afrika, deutscher Kakao, deutsche Erdnussfarmen. Was uns heute fremd erscheint, war vor gut 100 Jahren für jede Bielefelder selbstverständlich. Man hatte ja seine Kolonien. Heute muss man schon sehr gut hinsehen, um die Spuren zu finden, die diese Zeit in Bielefeld hinterlassen hat.

 

Die Kolpingsfamilien von St. Meinolf und Jöllenbeck und ihre Gäste begaben sich auf die Suche. Ob am Alten Markt, am Klosterplatz oder in der Süsterkirche, tatsächlich gibt es überall gibt es Zeichen und Geschichten zu entdecken. Gut zwei Stunden dauerte der kolonialgeschichtliche Rundgang und dank der Führerin, die lebendig und spannend erzählte, war es keine Minute lang langweilig. Wer dabei war, dem werden nicht nur die im Asphalt nachgezeichneten Spuren ehemaliger Kolonialwarenläden an der Welle immer mal wieder auffallen. Und er wird nicht, wie vorher die meisten von uns, fragen: „Wie? Bielefeld hat ein Bismarckdenkmal? Wo steht denn das?“

 

Wer mag, kann den Rundgang unter http://www.stadterkundungen-bielefeld.de/erkundungen/kolonialgeschichtlicher-stadtrundgang/ anschauen. Es lohnt sich.

 

Zum Schluss noch ein Lob an die Stadtführerin und die 18 Teilnehmer, die sich trotz Kälte und Sturm an dem Abend einfanden und durchhielten.

 

Text: Chr. Kleine