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St. Elisabeth das aus

Bericht der Neuen Westfälischen Zeitung vom 23.3.2007

VON FRANK DELL

Kirche Altenhagen 2001 Die katholische Kirche St. Elisabeth wird verkauft. Käufer wird voraussichtlich ein Kunsthändler und Bildrestaurator sein. Pfarrer Gerhard Pietzonka bestätigte gestern einen entsprechenden Beschluss des Kirchenvorstandes, den der Pfarrgemeinderat akzeptiert hat. Die Gemeinde ist informiert.

 St. Elisabeth gehört zur Pfarrgemeinde St. Hedwig in Heepen, die wiederum in einem Pastoralverbund mit der Meinolfgemeinde steht. „Wir haben einfach zu wenig Personal und Geld, um Gebäude in derartigen Randlagen wie in Altenhagen zu unterhalten“, sagte Pietzonka, der seit Jahren für eine Gemeinde „unter einem Dach" wirbt, in diesem Fall unter dem Dach der Hedwigkirche in Heepen. Die Besucherzahlen bei den mittlerweile eher wenigen Gottesdiensten an der Wolfsheide liegen durchschnittlich bei 30 Personen: „In Heepen haben wir 300, und das liegt doch nur rund fünf Kilometer entfernt keine unüberwindliche Entfernung." Der Unterhaltungsaufwand für die Altenhagener Immobilien belaufe sich auf rund 10.000 Euro jährlich.

Vor einigen Jahren sei St. Elisabeth renoviert worden, im benachbarten Haus habe die Gemeindereferentin gewohnt. Später seien dort Schimmelpilze festgestellt worden. Früher gab es dort ein von Ordensschwestern geleitetes Kinderheim, das in den 70er Jahren abgerissen wurde.

„Unsere Gemeindemitglieder haben in Eigenleistung viel zur Erhaltung der Gebäude beigetragen." Eine erneute Renovierung habe das Erzbischöfliche Generalvikariat aus Kostengründen abgelehnt. Zu einem Abriss hätte es Zuschüsse gegeben. Doch das war Pietzonka zu viel des Guten: „Es ist doch besser; die Substanz zu erhalten. Ein Bagger auf einem Trümmergrundstück wäre vielen Gemeindemitgliedern nicht zumutbar gewesen.

Das Bistum unterstütze der Verkauf. ,Wir lassen derzeit den möglichen Verkaufspreis ermitteln, denn wir haben im Verkauf von Kirchen keine Erfahrung", erklärte Pietzonka. Vor dem Verkauf werde die Kirche profaniert (verweltlicht).

Zum 31. Oktober geht Pietzonka (69) in den Ruhestand: „Bis dahin will ich den Verkauf abgewickelt haben. Das wäre kein guter Start für meinen Nachfolger. Durch ein solches Vorhaben wird der eigene Freundeskreis nicht unbedingt größer." Der Seelsorger hatte 1983 seinen Dienst in Heepen angetreten. Der Bischof habe sein Ausscheiden zum 31. Oktober akzeptiert. Seine Stelle sei bereits ausgeschrieben. Zur Stellenbeschreibung gehöre auch die Leitung des Pastoralverbundes.